Katalonien Ostern 2017 – die Anreise

Dieses Jahr sind die Osterferien knapp bemessen: gerade mal zwei Wochen. Also planen wir, dieses Mal schon am Freitag direkt nach Schulschluss loszuziehen. Eine gute Entscheidung! Nicht nur der allgemeine Wochenendverkehr verstopft die Autobahn, auch die ersten Urlauber machen sich mit uns auf den Weg.

Nach Calonge an der Costa Brava sind es knapp 1700 km. Unser erster Zwischenstopp ist Bad Münstereifel und damit ist etwa ein Drittel der Strecke geschafft. Wir übernachten in der Jugendherberge, das erste Mal als Familie. Ich erinnere mich gar nicht, wann ich das letzte Mal meinen Jugendherbergsausweis benutzt habe. Es ist schon sehr lange her. Großschlafräume und gemeinsamer Abwasch, das fällt mir noch dazu ein. Heute haben wir ein Familienzimmer. Immer noch Etagenbetten, selbst zu beziehen mit brettharter, ungewohnter Bettwäsche, da kommt wieder nostalgischer Flair auf. Auch die Resopalmöblierung im Speiseraum – so gemütlich wie eine Bahnhofshalle. Aber die Atmosphäre stimmt, das ist wichtig.

Bad Münstereifel entpuppt sich dann beim Abendspaziergang auch noch als Städtchen mit einer sehr schönen Altstadt. Im Bitburger Brauhaus bekommen wir keinen Platz, aber das Café T ist eine gute Alternative. Der Wirt ist dort ein Original. Das war eine lustige, sehr kinderfreundliche Begegnung.

Am nächsten Tag geht es weiter. Erster Halt der Tankstopp in Luxemburg. 1 Euro pro Liter Diesel, da nehmen wir auch eine längere Wartezeit in Kauf. Der Rastplatz Berchem ist leider nicht nur Baustelle, sondern auch überfüllt, und das vormittags.

Mittag essen wollen wir hier nicht. Wir fahren in Thionville von der Autobahn runter. Die Innenstadt ist nur wenige Minuten entfernt. Da wird sich bestimmt etwas finden lassen. Wird dann doch nicht so einfach. In der Pizzeria, die wir uns ausgesucht hatten, war kein unreservierter Tisch zu bekommen und so machten wir uns in unbekanntem Terrain auf die Suche. Wir landen dann mangels französischer Alternativen bei einem anderen Italiener: Angeluzzo.

Wir sind aber zufrieden. Die selbstgemachten Tortellini sind sehr lecker, die Kinderteller auch in Ordnung. Alles besser als die überteuerten Angebote der Autobahnraststätten. Die Zeit muss sein.

Rechtzeitig treffen wir abends bei unserem Standardhalt in Lissieu ( bei Lyon) ein. Nur Minuten von der Autobahn entfernt liegt das Garden&City Aparthotel. Schlicht, in die Jahre gekommen, bietet  aber eine günstige und ruhige Übernachtung für große Familien. Jetzt trennen uns noch rund 600 km vom Ziel.

Auch am Sonntag ist die Autobahn voll. Osterferien. Europa fährt in den Kurzurlaub. Sieht jedenfalls so aus. Aber am frühen Nachmittag sind wir endlich da. Der Blick aufs Mittelmeer steigert die Freude auf die nächsten Tage. Und der erste Strandbesuch zu Fuß vom Campingplatz aus, kurz bevor die Sonne zu tief steht, das verheißt Gutes für die nächsten Tage.

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